Bei Barmenia (Adcuri) gilt: wer seinen Reisegepäckschutz bei der Barmenia (Adcuri) abschließt, muss dem Versicherer den Prämieneinzug per SEPA-Lastschriftmandat, Kreditkarte oder PayPal ermöglichen – denn nur so kann der Vertrag geschlossen und weitergeführt werden. Klar geregelt ist, dass für ausreichende Kontodeckung zu sorgen ist, wann eine Zahlung trotz gescheitertem Einzug noch rechtzeitig ist und dass bei Widerruf des Mandats ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Monatsende besteht.
Der Versicherer kann den Versicherungsvertrag mit dem Versicherungsnehmer nur abschließen und weiterführen, wenn er ermächtigt bzw. in die Lage versetzt wird, die jeweils fällige Prämie einzuziehen. Die Ermächtigung kann durch den Versicherungsnehmer oder durch eine andere Person erfolgen – und zwar durch:
- ein SEPA-Lastschriftmandat,
- die Überlassung von Kreditkartendaten oder
- Anweisungen an den Zahlungsdienst PayPal.
Der Einzug erfolgt dann vom Konto des Versicherungsnehmers bzw. der anderen Person.
Pflichten des Versicherungsnehmers
Für einen erfolgreichen Prämieneinzug muss der Versicherungsnehmer sicherstellen, dass das Konto zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Prämie eine ausreichende Deckung aufweist.
Konnte die fällige Prämie ohne Verschulden des Versicherungsnehmers vom Versicherer nicht eingezogen werden, gilt die Zahlung auch dann noch als rechtzeitig, wenn sie unverzüglich nach der in Textform abgegebenen Zahlungsaufforderung des Versicherers erfolgt.
Kündigungsrecht bei Widerruf des SEPA-Lastschriftmandates bzw. der Ermächtigung zum Prämieneinzug
Wird das SEPA-Lastschriftmandat oder die anderweitige Ermächtigung zum Prämieneinzug widerrufen, kann der Versicherer den Vertrag zum Ende des laufenden Versicherungsmonats außerordentlich kündigen.
Änderung des Zahlungsweges
Kann die fällige Prämie mangels Kontodeckung nicht abgebucht werden, oder wird eine Lastschrift von dem/der Kontoinhaber/in bzw. dessen/deren Bankinstitut trotz korrekter Abbuchung zurückgegeben, so ist der Versicherer berechtigt, für die offenen und zukünftig fällig werdenden Prämien einen anderen als den ursprünglich vereinbarten Zahlungsweg zu verlangen.
Der Versicherungsnehmer ist zur Begleichung der rückständigen sowie zukünftig fällig werdenden Prämien auf einem alternativen Zahlungsweg erst dann verpflichtet, wenn er vom Versicherer hierzu in Textform aufgefordert wurde.
Bearbeitungsgebühren, die durch die Banken für einen fehlgeschlagenen Lastschrifteinzug erhoben werden, kann der Versicherer dem Versicherungsnehmer in Rechnung stellen.
Was bedeutet das konkret?
Der Vertrag setzt voraus, dass die Prämie per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal eingezogen werden kann. Sorge dafür, dass zum Fälligkeitszeitpunkt genügend Geld auf dem Konto ist; scheitert der Einzug ohne dein Verschulden, gilt die Zahlung noch als rechtzeitig, wenn du sie unverzüglich nach der Aufforderung in Textform leistest. Widerrufst du das Mandat, kann der Versicherer außerordentlich zum Monatsende kündigen. Bei fehlender Deckung oder Rücklastschrift kann der Versicherer einen anderen Zahlungsweg verlangen und dir Bankgebühren für einen fehlgeschlagenen Einzug in Rechnung stellen.
Häufige Fragen
Welche Zahlungswege muss ich für den Prämieneinzug ermöglichen?
Der Vertrag kann nur zustande kommen und fortgeführt werden, wenn der Versicherer die Prämie per SEPA-Lastschriftmandat, über überlassene Kreditkartendaten oder per Anweisung an PayPal einziehen kann. Die Ermächtigung darf auch von einer anderen Person erteilt werden.
Was passiert, wenn die Prämie nicht abgebucht werden kann?
Scheitert der Einzug ohne Verschulden des Versicherungsnehmers, gilt die Zahlung noch als rechtzeitig, wenn sie unverzüglich nach der in Textform abgegebenen Zahlungsaufforderung erfolgt. Bei fehlender Deckung oder einer Rücklastschrift kann der Versicherer außerdem einen anderen Zahlungsweg verlangen.
Kann der Versicherer kündigen, wenn ich das Lastschriftmandat widerrufe?
Ja. Wird das SEPA-Lastschriftmandat oder die anderweitige Ermächtigung zum Prämieneinzug widerrufen, kann der Versicherer den Vertrag zum Ende des laufenden Versicherungsmonats außerordentlich kündigen.
Wer trägt die Bankgebühren bei einer fehlgeschlagenen Lastschrift?
Bearbeitungsgebühren, die die Banken für einen fehlgeschlagenen Lastschrifteinzug erheben, kann der Versicherer dem Versicherungsnehmer in Rechnung stellen.
Inhalte aus: Bedingungen Reisegepäckversicherung 2023